8 Frauen von Robert Thomas

Als in einem Landhaus, irgendwo in der verschneiten Einöde eines französischen Dorfes, eines Morgens ein Mord geschieht, sind acht Frauen, die verschiedener nicht sein könnten, gezwungen, zusammen zu arbeiten, um die Identität des Mörders aufzudecken.

Erschwert wird die Suche durch die Antipathien, welche die Frauen untereinander verspüren und die schlussendlich zu einer noch viel größeren Katastrophe als dem ursprünglichen Mord führen.

Robert Thomas stellt in seinem Bühnenstück, welches durch François Ozons Verfilmung aus dem Jahr 2002 große Berühmtheit erlangte, Frauen verschiedener Generationen und unterschiedlichem sozialen Status gegeneinander auf und erforscht gleichsam komödiantisch wie tiefgreifend, die Ansprüche, Ängste und Wünsche der Protagonistinnen. Auch der Vergleich von scheinbar überholten Wert- und Lebensvorstellungen mit zuweilen radikalen und pseudofreiheitlichen jugendlichen Idealen, macht „Die 8 Frauen“ zu einer Sozialtragödie, die nur allzu gut in der sich immer schneller drehenden Welt des einundzwanzigsten Jahrhunderts ihren Platz findet.

Die acht Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen 12 und 13 zeigten am 31.3.2011 im Kleinen Haus im Wiesbadener Staatstheater das hervorragende Ergebnis einer über zwei Jahre dauernden Arbeit an dem Stück „8 Frauen“. Sie verliehen den unterschiedlichen Frauenrollen eigenen Charakterzüge und spielten diese überzeugend bis zum Ende des Stücks, dessen Ende der Zuschauer gespannt erwartete. Die unglaublich große Textmenge hatten sich die Schülerinnen einige Wochen vor dem Stück wieder angeeignet und sie beherrschten diese ausnahmslos. Bemerkenswert ist, dass drei Schülerinnen in der „heißen“ Probenphase ihr schriftliches Abitur ablegten. Aufgrund der Selbstständigkeit, dem Organisationstalent und des guten Team-Works schafften die Schülerinnen eine in allen Belangen gelungene Wiederaufführung ihres Stückes. Bravo!

  • Sinah Seim-Olesch: Gaby
  • Aylin Kekec: Augustine
  • Caronline Drexler: Mamy
  • Lea Heuer: Pierrette
  • Maria Uhrig: Catherine
  • Melissa Schoeps: Suzon
  • Cansu Kalay: Madame Chanel
  • Sarah Mutschler: Louise
  • Marius Ehrmantraut: Marcel

Frau Beek schrieb hierzu:

„Mit viel Spielfreude präsentierte ein tolles Team das spannende und spannungsgeladene Stück. Jede Rolle schien maßgeschneidert für die jeweilige Protagonistin. Und all das, obwohl sich einige der Schülerinnen mitten im Abitur befinden. Vielen Dank an: Caroline Drexler (12c), Lea Heuer (13c), Cansu Kalay (12d), Aylin Kekec (12b), Sarah Mutschler (ehemalige Schülerin), Melissa Schoeps (13f), Sinah Seim Olesch (13f), Maria Uhrig (12d), Marius Ehrmanntraut (11a), den Regisseur Frank Hietzschold und an die betreuende Lehrkraft, Frau Hain.“

Die Aufführung wurde auch mit einem ersten Preis im Leonardo-Wettbewerb prämiert (siehe Leonardo-Gewinner).