Brombeeren am Limes – Mülleimer als Archäologenparadiese:

Jahrgangsausflug der Diltheyschule zur Saalburg 2018

Am 22. August 2018 fuhr der gesamte siebte Jahrgang der Diltheyschule, nicht nur die Lateinklassen, zur Saalburg. Wir trafen uns um 8.00 Uhr an den Bussen und fuhren ungefähr eine Stunde lang zu dem Parkplatz „Sandplacken“, von wo aus wir klassenweise den sieben Kilometer langen Waldweg am Limes entlang liefen. Man konnte teilweise auf dem Limes laufen und, wie manche von uns es gemacht haben, Brombeeren pflücken. Vielleicht gab es die ja auch schon zur Zeit der Römer?

Bei der Führung erfuhren wir viele interessante, aber auch sehr lustige Dinge über die Römer. Wusstet ihr schon, dass auf der Saalburg Kelten gelebt haben? Oder dass die Archäologen viele Informationen aus dem Müll, den die Römer in versiegte Brunnen geworfen hatten, erhalten haben?

Nach der Führung hatten wir eine Stunde Freizeit, in der wir uns am Museumsshop Sachen kaufen, die Saalburg noch einmal selber erkunden oder in der Taberna „römische“ Pommes essen gehen konnten.

Den Weg zurück mussten wir zum Glück nicht durch den Wald gehen, sondern wir wurden mit dem Bus direkt an der Saalburg abgeholt und zur Schule gefahren.

Moritz, Klasse 7a

 

Und was gab es sonst noch auf der Saalburg?

Auf der Saalburg selbst war es sehr schön. Es gab zeitlich versetzt Führungen für alle Klassen.

Bei diesen sah man unter anderem einen zeitgemäß gekleideten Legionär mit Helm, Schild, Speer und Kettenhemd. Auch römische Feldzeichen waren ausgestellt, ein altes Esszimmer konnten wir besichtigen und einen berühmten Pferdekopf aus Bronze bewundern, der in einem Acker bei Wetzlar gefunden worden war.

Im Innenhof, der von einem Säulengang umschlossen wurde, standen zwei Brunnen, die, nachdem sie ausgetrocknet waren, von den Römern als Mülleimer genutzt wurden. Gegen den Gestank hatten sie Erde draufgekippt. Deshalb blieb der Müll so gut erhalten. Mülleimer sind also wahre Archäologenparadiese!!

Wir konnten auch die Zimmer der damaligen Soldaten besichtigen. Dies waren sehr kleine Räume für je acht Mann mit all ihren Sachen. Nur Waffen durften nicht mit in die Schlafräume genommen werden, damit niemand auf den Gedanken kam, dass man mit einer Person weniger mehr Platz für sich hatte…

Nach bzw. vor der Führung hatten alle Schüler und Lehrer Zeit zur freien Verfügung. Man konnte in den Shop gehen, noch einmal in die Ausstellung, in die Taberna (wo es leckeres römisches Essen, aber auch ganz unrömische Schnitzel mit Pommes und Cola gab) oder in die Sonderausstellung.

Die Sonderausstellung war sehr cool. Man konnte sich vor das Bild auf einer Wand stellen und ein Foto machen. So sah es zum Beispiel aus, als würde man selbst einen störrischen Esel, der vor einen Karren gespannt war, ziehen, oder einen Mann im Bad mit einer Kelle Wasser übergießen. Oder man konnte Dachziegel auffangen, die eine Katze vom Dach schubste. Oder man setzte sich gemütlich auf ein römisches Klo. Da ein dusseliger Küchenjunge Teller fallen ließ, konnte man entweder böse sein oder die Teller auffangen. Oder man hielt einen Tiger im Kolosseum zurück. Oder man setzte sich gemütlich ans Lagerfeuer.

Es war ein anstrengender, aber auch höchst interessanter Ausflug.

Maike, Klasse 7a