Medusa versus Corona

Vorstellung einer kreativen Arbeit aus dem Griechischkurs der Jahrgangsstufe 9

Obwohl der Präsenz-Unterricht in Griechisch für mehrere Monate wegen des Corona-Virus ausfallen und dem Distanz-Unterricht weichen musste, ließen sich die Schülerinnen und Schüler des Griechischkurses der Jahrgangsstufe 9 nicht im Geringsten in ihrem Engagement beirren. Über Aufgaben via Moodle und BigBlueButton-Konferenzen wurde der Unterricht weitergeführt; das Kapitel „Abenteuer und Helden“ ließ die Idee aufkommen, Medusa, um die sich die Lektion 11 im Griechischbuch „Xenia“ dreht, kreativ vor- bzw. darzustellen. Es gab einen Steckbrief und bildnerische Umsetzungen; besonders gelungen ist die Darstellung von Elena Zenke, die im folgenden Text die schreckliche Dame mit den Schlangenhaaren kurz vorstellt und ihr Bild kommentiert.

– Claudia Sarnowski, Griechischlehrerin –

Medusa, die Gorgone

Medusa ist ein Ungeheuer der griechischen Mythologie. Sie ist die schlimmste der drei Gorgonen; wenn man sie anschaut, wird man zu Stein.

Medusa war aber nicht schon immer dazu in der Lage, andere zu Stein erstarren zu lassen. Bevor sie von der Göttin Athene in eine Schreckgestalt verwandelt wurde, war sie eine Schönheit. Als sie aber von Athene dabei erwischt wurde, wie sie sich in einem von Athenes Tempeln mit dem Meeresgott Poseidon vergnügte, wurde sie von Athene in ein schlangenhaariges Ungeheuer verwandelt. Jeder, der versuchte, sich ihr zu nähern und sie zu töten, erstarrte zu Stein.

Der einzige, der es schaffte, sie umzubringen, war Perseus, der Sohn der Prinzessin Danaë und des Zeus.

Der König Polydektes schickte Perseus mit dem Auftrag Medusa zu ermorden zu ihr, in der Hoffnung, dass dieser selbst getötet werde. Denn der König hatte einen Narren an Perseus‘ Mutter Danaë gefressen. Perseus untersagte die Verbindung jedoch.

Perseus schaffte es, Medusa zu töten, da er Hilfe von Athene bekam, die hoffte, dass die Welt dann endgültig von Medusa befreit werde. Athene gab Perseus ihren Schild, der das Abbild von Medusa spiegelte: Dadurch konnte er sich Medusa nähern und sie töten, ohne sie direkt anschauen zu müssen. Mit einem gezielten Hieb trennte er den Kopf der Medusa von ihrem Körper und nahm ihren Kopf als Beweis und Trophäe mit.

Ich habe Medusa in dem Moment gezeichnet, in dem sie enthauptet wurde. Aus diesem Grund kann man nur das Weiße ihrer Augen sehen. Da Medusa immer mit Schlangen als Haaren dargestellt wird, da Athene dies als ein Element ihrer Hässlichkeit wählte, habe auch ich sie mit Schlangen als Haaren dargestellt. Ich bin jedoch noch weiter gegangen und habe Medusa selbst mit Schuppen versehen, um ihre Boshaftigkeit noch einmal hervorzuheben, da Schlangen oft mit dieser in Verbindung gebracht werden.

Außerdem winden sich aus dem Haupt der Medusa in meiner Interpretation schlängelnde Tentakeln aus Schatten, da ich Medusa immer als böse und dunkel empfunden habe. Auch ihre Wangenknochen und die spinnenbeinartigen Wimpern sollen verkörpern, dass sie böse ist.

-Elena Zenke-