Impulsvortrag am Pädagogischen Tag zum Thema Heterogenität

  • Vorbemerkungen

    Zu Beginn unseres Impulsreferats nur eine kurze Vorbemerkung dazu, wieso wir beide hier oben stehen:

    • Zum einen sind wir von der Planungsgruppe für den heutigen Tag darum gebeten worden.
    • Zum Anderen haben wir uns beide im Kontext der Lehrerausbildung etwas genauer mit den Voraussetzungen, Problemen und Chancen des „Umgangs mit Heterogenität“ im Unterricht beschäftigt.

    Damit stehen hier vor Ihnen in einer Doppelrolle:

    • Zum einen setzen wir uns als Ausbilder am Studienseminar theoretisch und praktisch mit Heterogenität und individuellem Lernen auseinander und erproben gemeinsam mit den LiV Möglichkeiten der Umsetzung.
    • Zum anderen sind wir auch noch Lehrer dieser Schule und haben – so hoffen wir jedenfalls – noch nicht das Gespür für die schwierigen Rahmenbedingungen verloren, in denen Sie mit voller Stundenzahl, vielen Korrekturen und den Zumutungen der Bildungspolitik arbeiten müssen. Insofern sind unsere grundsätzlichen Überlegungen zum „Umgang mit Heterogenität“ an einem klassischen Gymnasium und unsere Ideen für Unterrichtspraxis und Schulentwicklung, die wir hier anreißen wollen, natürlich immer im Licht der vorhandenen Ressourcen und realen Belastungen zu prüfen.

    Wie ist unser Vortrag aufgebaut?

    Die Tatsache, dass der Schwerpunkt unseres heutigen pädagogischen Tages das Thema „Heterogenität“ ist, verweist offenbar auf einen Problemdruck:

    • Mit der Entwicklung des Gymnasiums zur Regelschule nimmt die Leistungsheterogenität zu, gleichzeitig steigt auch die Zahl der SuS, die auf irgendeine Weise „verhaltensauffällig“ sind.
    • diese enorme und zunehmende Vielfalt von Heterogenität wird von den Kollegen zunehmend als Problem wahrgenommen, weil sie einen fruchtbaren und erfolgreichen Umgang mit Unterrichtszeit erheblich behindern kann. Die Fülle der Themen in den heutigen Workshops spiegelt die Vielfalt wider, in der Heterogenität erfahren und möglicherweise auch erlitten wird.

    Wir wollen dieser Erfahrung eine optimistische These entgegenstellen:

    Wir davon überzeugt, dass ein anderer, vielleicht „bewussterer“, ja auch „gelassener“ Umgang mit Heterogenität möglicherweise sogar eine psychische und zeitliche Entlastung und eine Bereicherung sein kann, wenn er etwa zu einem Bestandteil unser Schul- und Unterrichtskultur werden sollte.

    Eigentlich hat die Diltheyschule mit der Formulierung des Themas schon den Weg in diese Richtung gewiesen: Es heißt ganz neutral und scheinbar wertfrei „Umgang mit Heterogenität“, d. h. für uns, dass es nicht in erster Linie um Kompensation geht, d.h. eine Angleichung aller SuS auf ein Leistungsniveau.

    Wir wollen vielmehr dafür werben, dass „Heterogenität“ nicht ein Hindernis, sondern eine Chance sein kann, nämlich eine Möglichkeit, Vielfalt zu akzeptieren und sie für den Unterricht kreativ zu nutzen.

    So sind auch die zwei Sätze zu verstehen, die wir zum Motto unseres Impulsreferats gewählt haben:

    • Einmal der Satz von Hentig: „Recht auf Gleichheit heißt Recht auf Differenz“
    • der zweite Satz: „Heterogenität – Ohne Angst verschieden sein können!“
  • Bildungspolitische Rahmenbedingungen

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