Auszüge aus dem Bericht
der Schulinspektoren 2008

Vom 6. – 9. Mai 2008 besuchte ein Evaluationsteam des Hessischen Instituts für Qualitätsentwicklung die Diltheyschule. Sein Bericht, der auf Unterrichtsbesuchen, Dokumentenanalysen, Fragebögen und Interviews mit Lehrkräften, Eltern und Schülern basiert, wurde uns sowie der Schulaufsicht im Juni 2008 übergeben. Wir dokumentieren im Folgenden einige Auszüge.

Unter dem Titel „Charakteristische Merkmale der Schule“ resümiert der Bericht zunächst fünf Stärken und eine Schwäche unseres Lehrbetriebs:

Stärken der Schule
• Der Schule gelingt durch ihr gelebtes Leitbild und ihre Schwerpunktsetzung eine Profilbildung, die die gesamte Schulgemeinde trägt.
• Der Grad an Identifikation von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften mit ihrer Schule und das Engagement für diese sind sehr ausgeprägt.
• Die Schulleitung engagiert sich umfassend für die schulische Weiterentwicklung.
• Der Unterricht zeigt bei fast allen Beobachtungskriterien ein insgesamt positives Bild.
• Die Output-Bilanz ist sehr positiv.

Schwächen der Schule
• Kooperation und Kommunikation sind im Kollegium noch wenig systematisiert.

Zu den „Rahmenbedingungen“ und „Angeboten der Schule“ schreiben die Inspektoren:

„Die Schule bietet allen an der Schule Agierenden eine weitgehend arbeits-, lern- und lehrförderliche Umgebung.“
• Seit der Generalsanierung verfügt die Diltheyschule über sehr gut ausgestattete Klassenräume mit Internetanschluss.
• Die naturwissenschaftlichen Räume sind auf hohem technischem Niveau ausgestattet.
• Die zwei vorhandenen Computerräume sind mit internetfähigen Personalcomputern versehen.
• Ein „offener“ Multifunktionsraum (Atrium) mit einem Fassungsvermögen für 199 Personen und einem Bühnenbereich wird als Mensa mit Ausgabeküche, Begegnungsstätte und Veranstaltungsraum genutzt.
• Es gibt einen Verkaufskiosk.
• Die SV hat einen eigenen Raum.
• Die Schülerinnen und Schülern können über abschließbare Spinde verfügen.
• In der Schule ist eine sehr große, von Müttern ehrenamtlich betreute Schülerbibliothek vorhanden.

 Im Kapitel zur Qualitätsentwicklung und deren Zielen heißt es:

• Die Schule verfügt über ein verlässliches Betreuungsangebot und fördert ihre Schülerinnen und Schüler.
• Seit dem Schuljahr 2002/03 besteht an der Schule ein vom Land Hessen finanziertes Ganztagsangebot mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Förderkursen, Arbeitsgemeinschaften und weiteren Zusatzangeboten.
• Die Schule ist Schule mit musikalischen Schwerpunkt und Schwerpunkt Kunst“

• Die Schule verfügt über ein Schulprogramm, das in weiten Teilen als Arbeitsgrundlage für die schulische Entwicklungsarbeit genutzt wird.
• Die humanistisch geprägten schulischen Leitziele wurden im Rahmen eines Pädagogischen Tages erarbeitet. Diese Leitziele sind mit der Schulverfassung verknüpft und bilden die Grundlage der schulischen Schwerpunkte. Sie sind im Schulalltag präsent.

• Die Schule führt zur Steuerung von Entwicklungsprozessen systematische Evaluationen zu ausgewählten Schwerpunkten durch.
• Regelmäßige Evaluationen erfolgen überdies im Bereich des Landesabiturs, des Nachmittagsangebots und der Hausaufgabenbetreuung. Dabei sind in Teilen auch die Eltern sowie Schülerinnen und Schüler über Fragebögen, Zielscheibenevaluation oder Interviews einbezogen.
• Die Schule hat ein Leseförderkonzept erstellt, das unter anderem auf systematischer Diagnostik der Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler beruht und mit einem konkreten Aktionsplan versehen ist.“

Zum Thema „Erhalt und Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen“:

• Die Lehrkräfte sorgen durch eine überaus rege Teilnahme an Fortbildungen für die Weiterentwicklung ihrer beruflichen Kompetenzen und orientieren sich dabei an den schulischen Entwicklungsschwerpunkten.“

Besonders positive Würdigung findet die „Schulkultur“:

• Die Schulgemeinde hat gemeinsam hausinterne, allgemeine Regeln zum Umgang miteinander entwickelt. Die Nachhaltige Umsetzung und konsequente Verpflichtung aller Mitglieder der Schulgemeinde auf diese „Schulverfassung“ gelingt gut.
• Die Schule fördert erfolgreich und auf vielfältige Art die Möglichkeit zur Verantwortungsübernahme sowie die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler.
• Die Schülervertretung (SV) bringt sich über die Mitgliedschaft in Ausschüssen, wie dem Schulprogrammausschuss aktiv ein.
• Schülerinnen und Schüler unterstützen die Schule an den Tagen der offenen Tür oder bei sonstigen Veranstaltungen (Adventsbasar für einen sozialen Zweck, Anschaffung von Spinden für die Schülerschaft, Veranstaltung von Unter- und Mittelstufenpartys, Veranstaltung von Fußballturnieren).
• Bei der Realisierung identitätsbildender Maßnahmen arbeiten die Schülerinnen und Schüler maßgeblich mit (Schul-T-Shirts, neues Logo, Jahrbuch, „Der Schule ein Gesicht geben“ – Fotos der Lehrkräfte im Eingangsbereich, neue Schaukästen, Optimierung der Homepage)
• In der Bücherei betreuen älter Schülerinnen und Schüler ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler in der Mittagszeit und unterstützen diese u. a. bei Hausaufgaben.

• Der Diltheyschule gelingt eine vielfältige, förderliche und gut angenommene Gestaltung des Schullebens.
• Es gibt Musikklassen, mehrere Orchestergruppen, mehere aktive Theatergruppen, Chöre und Bands. Öffentliche und schulöffentliche Auftritte belegen die erfolgreiche Arbeit, die auch mittels Fotos in Vitrinen dokumentiert ist.
• Das Schulgebäude ist mit zahlreichen und aktuellen Schülerarbeiten aus verschiedenen Fachbereichen gestaltet.
• Im Schuljahr 2007/08 wird in Arbeitsgemeinschaften eine Vielzahl verschiedener außerunterrichtlicher Angebote in den Bereichen Sport, Musik, Sprachen und Theater angeboten. Diese weisen teils überregionale Erfolge auf.
• Zweimal jährlich werden Schülerinnen und Schüler für Wettbewerbserfolge bzw. ehrenamtliches Engagement, am Ende des Schuljahres auch Eltern für Ihr Engagement geehrt. Die Elternschaft ehrt ihrerseits herausragende Lehrkräfte.
• Zahlreiche Feste werden gefeiert (Glühweinabend und Grillfest des Kollegiums, Umtrunk und kurzes, gemütliches Beisammensein zu Ferienbeginn, Schulfest im Rhythmus von zwei Jahren, Dilthey-Opern-Air am Ende des Schuljahres).

• Die Eltern sind in das Schulleben aktiv eingebunden.
• In der Schülerbücherei sind 14 Mütter ehrenamtlich tätig.
• In fast allen Ausschüssen und an Pädagogischen Tagen nehmen Eltern selbstverständlich teil.
• Anlässlich von Projektwochen oder gelegentlich als Experten sind Eltern auch im Unterricht eingebunden.
• Eltern leiten die „Logistik-AG“, die bei Veranstaltungen die Versorgung mit Speisen und Getränken übernimmt.
• Die „Logistik-AG“ und andere Funktionsträger sind beteiligt bei unseren Info-Veranstaltungen und Tagen der offenen Tür für Viertklässler und deren Eltern.
• Die Eltern informieren über ihre Arbeit im Schaukasten im Atrium, im Jahrbuch und im dreimal jährlich erscheinenden Elternbrief.
• Es gibt einen aktiven Förderverein.

• An der Diltheyschule sind hilfreiche und gut angenommene Beratungsangebote für die persönliche und schulische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler weitgehend etabliert.
• Verbindungslehrkraft sowie eine Beratungslehrkraft für Suchtprävention sind ansprechbar und helfen individuell.
• Für die Beratung zur Berufswahlorientierung ist eine Lehrkraft verantwortlich. Hochschultage, Berufsinformationstag, Betriebspraktika und Informationsveranstaltungen der Bundesanstalt für Arbeit finden regelmäßig statt. Bewerbertrainings oder der „GEVA-Berufseignungstest“ und der „Workshop Managementpraxis“ werden von der „IHK-Initiative für Oberstufenschülerinnen und -schüler“ durchgeführt.
• Elternsprechtage finden regelmäßig statt.
• Der Schulpsychologische Dienst führt Einzelfallberatung durch. Die Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Förderzentrum (Brückenschule) funktioniert gut.

• Die Diltheyschule pflegt und gestaltet vielfältige und gut funktionierende Kooperationen mit ihrem Schulumfeld.
• Es gibt einen regelmäßigen Schüleraustausch mit Frankreich und England sowie neuerdings auch mit Israel. Ein Orchesteraustausch mit Spanien (Alicante) hat sich etabliert.
• Im Oktober 2006 leistet die Schule einen Beitrag zur Verleihung des Ludwig-Beck-Preises der Stadt Wiesbaden.
• Im Rahmen des Wiesbadener „Leonardo Schul-awards“ wurden hervorragende Plätze belegt.
• Im Mai 2007 errang die Diltheyschule den 1. Platz bei der „Deutsch-Olympiade“.
• Im Juni 2007 stellt die Schule den Landessieger beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (Körber-Stiftung; Juni 2007).
• Im Rahmen von „Jugend debattiert“ werden aktuell der 1. und 2. Platz belegt.
• Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nehmen erfolgreich an den Wiesbadener Schultheatertagen teil.
• Im Rahmen der Gewaltprävention pflegt die Schule die Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Wiesbaden und dem Polizeipräsidium Westhessen. Es besteht eine Kooperation mit „Wildwasser Wiesbaden e. V.“ und der Schulsozialarbeit IGS Klarenthal.
• Die Schule arbeitet mit der Fachstelle für Suchtprävention, dem Suchthilfezentrum Wiesbaden zusammen.
• Im Präventionsrat der Stadt Wiesbaden beteiligt die Schule sich in der Unterarbeitsgruppe „Impuls“.

Zum Thema „Kompetenzaufbau und Lernförderung“ schreibt das Inspektorenteam:

• Die Vermittlung von überfachlichen Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen ist im Unterricht weitgehend zu beobachten.
• Die Schule pflegt Begabtenförderung (Stipendien).
• Es gibt regelmäßige Ehrungen in der Schulöffentlichkeit für besondere Leistungen.
• In der Sekundarstufe finden in bestimmten Jahrgängen Sockeltrainigstage für das Methodenlernen statt.
• Der Einsatz und die Nutzung der Neuen Medien sind im Unterricht sichtbar. Präsentationen werden sehr ausführlich und intensiv geschult. Es werden Referate geübt.
• Seit 1997 ist „Eigenverantwortliches Arbeiten“ an der Schule etabliert.
• In der Klassenleiterstunde der Klasse fünf wird mit den Schülerinnen und Schülern soziale Kompetenz und Teamfähigkeit trainiert.
• Die Schule nimmt an vielen Wettbewerben teil („Jugend debattiert“, „Leonardo“, „Deutscholympiade“ etc.).

• Im Unterricht herrscht ein sehr lernförderliches Klima.
• Die Lehrkräfte begegnen den Schülerinnen und Schülern in den beobachteten Unterrichtsphasen mit sehr großem Verständnis und Wertschätzung.
• Die Schülerinnen und Schüler zeigen in den beobachteten Unterrichtssequenzen durchgehend eine große Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft, wobei die Lehrerinnen sie entsprechend motivieren und ermutigen.
• Klassenregeln, eine Schulverfassung und vor allem in den unteren Jahrgangsstufen eingesetzte Rituale unterstützen die Lernprozesse in vollem Umfang positiv.