Roms Kaiser Marc Aurel, Macht und Ohnmacht des Geistes

Unter den großen Kaisern, die Rom in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts regierten, ist M. Aurelius Antoninus der menschlich Größte – aber politisch derjenige, mit dem ein Niedergang einsetzt. Der Vortrag skizzierte Fühlen und Denken dieses einzigartigen Menschen, seine Philosophie, die stoische (er gilt ja als der Philosoph unter den römischen Kaisern), seine Lebensweise, seine Regierungstätigkeit, auch die ihm aufgezwungenen KSpeichernriege und letztlich sein Scheitern. Ferner kam das geistige Umfeld im damaligen römischen Reich und die ersten Auseinandersetzungen mit dem jungen Christentum zur Sprache. Häufig wurde aus des Kaisers berühmtem Buch, den „Worten an sich selbst“, zitiert.

Zum Referenten, Herrn Wilhelm Milch

Der Referent war von 1962 bis 1989, dem Jahr seiner Pensionierung, als Lehrer für Latein und Griechisch an der Diltheyschule tätig. Er hat mehrfach im Diltheyforum Vorträge gehalten, über die römischen Münzen der Diltheyschule, über den Mithraskult und die Religionen im römischen Wiesbaden, über Kaiser Severus Alexander, über das griechische Emporion an der Costa Brava, über griechische Wurzeln der Gotik und auch über romanische Kunstlandschaften. Für die Freunde der Diltheyschule hat er seit 1980 schon mehr als fünfzig historisch und archäologisch orientierte Reisen in Mittel-, West- und Südeuropa geleitet.