Drogen und Sucht – die medizinische Sicht oder: Wie lange dauert das Aufräumen des Gehirns?

Im Februar 2016 konnte die Diltheyschule Herrn Dr. Gerth von den HSK gewinnen, die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 über das Thema „Drogen und Sucht“ zu informieren.

Dr. Gerth leitet an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie den Bereich „Sucht und Forensik“. Er hat einen beeindruckenden Vortrag über Drogen, illegale und legale, und deren Wirkung speziell auf den Heranwachsenden gehalten. „Wann ist die Pubertät – das Aufräumen des Gehirns- bei Frauen und Männern abgeschlossen?“ Die Schätzungen aus dem Publikum lagen zwischen 18 und 21. Richtig ist: Bei Männern durchschnittlich mit 26, bei Frauen mit 24. In dieser Zeit richten die Gifte und schädlichen Stoffe in Drogen und Suchtmitteln erheblichen Schaden an. Durch Computeraufnahmen des Gehirns wurde diese Aussage immer wieder veranschaulicht. Alkohol, ein Gift, zerstört unwiederbringlich Zellen. Die Wirkung von Cannabis (heute viel gesundheitsschädlicher als vor 40 Jahren) kann zu Psychosen führen, ist allemal „ungünstig für die Schule“, da die darin enthaltenen Stoffe unter anderem die Aufmerksamkeit, die Gedächtnisfunktion, die verbale Expression, die mathematischen Fähkgkeiten beeinträchtigen. Und Finger weg von sogenannten Legal Highs, die Kurz- und Langzeitfolgen sind kaum erforscht, sie stellen ein gehöriges Gefahrenpotential dar.

Wir alle haben ein Gesäß und ein Gehirn. Ihr Gebrauch determiniert, wie erfolgreich wir im Leben sind. Wir können Einfluß nehmen auf die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns.

Herr Dr. Gerth hat betont, dass seine Aufklärungsarbeit unter anderem das Ziel haben soll, dass seine Zuhörer nicht zu seinen Patienten werden. Wir hoffen, dass seine Informationen eine nachhaltige Wirkung in den Köpfen und Gehirnen unserer Neuntklässler haben werden.

Wir freuen uns besonders darüber, dass Herr Dr. Gerth gerne bereit ist, in Zukunft regelmäßig und auch in anderen Zusammenhängen ( z.B. im Rahmen einer Informationsveranstaltung für Eltern zur Wirkung von Drogen, aber auch von übermäßigem Konsum von Bildschirmaktivitäten), seine wertvolle Aufklärungsarbeit zu leisten. Dieses Angebot werden wir bestimmt annehmen! Vielen Dank, Herr Dr. Gerth!