Studientage des Latein-LK Q1 nach Trier

Montag, 29.01.2018, 9:33 Uhr, Hauptbahnhof Wiesbaden, Gleis 1

Die Türen des Zuges öffneten sich und wir, der Latein- LK Q1 von Frau Sarnowski, begannen unsere Reise in die älteste Stadt Deutschlands: Trier. Mit knapp 115.000 Einwohnern ist Trier nicht nur drittgrößte Stadt von Rheinland-Pfalz, sondern wird bis heute mit seinen beeindruckenden alten Baudenkmälern dem Anspruch gerecht, Rom des Nordens genannt zu werden.

Nach einer vierstündigen Bahnfahrt mit einer waghalsigen Kofferrettungsaktion erreichten wir endlich unsere Jugendherberge an der Mosel. Ab diesem Zeitpunkt startete ein Lauf gegen die Zeit, da uns nur knapp 24 Stunden blieben, um uns auf die Spuren der Römer zu begeben und alle bedeutenden römischen Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Unser Weg begann mit einer Tour durch die Innenstadt zur Porta Nigra, die einst als Stadttor genutzt wurde und als Wahrzeichen Triers gilt. Vor allem die imposante Größe des Tors und das dunkle Gestein sorgten bei der Besichtigung für eine besondere Atmosphäre. Anschließend folgte ein Besuch des Trierer Doms, der ältesten Bischofskirche Deutschlands, und der Liebfrauenkirche, die wie die Porta Nigra zum UNESCO-Welterbe gehören.

Bevor sich der Tag dem Ende neigte, hatten wir noch freie Zeit für uns, die wir mit einem Bummel über den Hauptmarkt und durch die Fußgängerzone (der Lindt-Shop übte eine besondere Anziehung auf uns aus) verbrachten. Dann traten wir – um beim Abendessen nicht mit 100 französischen Priestern in Konflikt zu geraten, die ebenfalls in der Jugendherberge untergekommen waren – rechtzeitig den Heimweg an. Wer noch fit genug war, hatte später noch Gelegenheit, sich einem abendlichen Spaziergang zur 2000 Jahre alten Römerbrücke anzuschließen. Am Ende ließen wir den Abend mit einem spannenden Tischtennismatch und gemütlichem Beisammensein im Foyer ausklingen.

Am nächsten Tag wurden wir „sanft“ durch priesterlichen Morgengesang aus unserem Schlaf gerissen. Daraufhin brachen wir nach einem gemeinschaftlichen Frühstück zum letzten Teil unserer Studientage auf. Vor allem der Ausflug zum Amphitheater mit seinen ausladenden Rängen gefiel uns sehr gut. Besonders in Bezug zu den alten Gladiatorengeschichten ließen die dunklen Katakomben eine einzigartige und beklommene Stimmung entstehen. Von dort aus begaben wir uns zu den Kaiserthermen. Auch hier genossen wir das Umherstreifen durch die unterirdischen Kellergewölbe. Als letzter Programmpunkt erwartete uns noch die Palastaula, die uns insbesondere mit ihrer schlichten Schönheit und hohen Decke faszinierte.

Zum Schluss ließen wir bei einem Kaffee die letzten zwei Tage Revue passieren und verabschiedeten uns von der nun sonnigen Stadt Trier. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Sarnowski und den Römern, ohne die diese Fahrt sicherlich nicht möglich gewesen wäre.

Von Ana Laís Brandtjen, Cosima Brettschneider, Sarah Hassemer, Jihee Kim, Claudia Luyven, Nikola Maack, Sophie Mansel, Christina Montero, Emily Zeller