Der Austausch nach Chicago – ein wunderschönes Erlebnis für alle

Inzwischen ist es auch schon wieder ein paar Wochen her, dass sich 43 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 zusammen mit drei Lehrern auf den weiten Weg nach Chicago (Illinois) gemacht haben.

Nach dem anstrengenden, 8-stündigen Flug wurden wir ganz herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Denn diese warteten – wie im Film – bereits ganz gespannt mit bunt bemalten Plakaten am Flughafen auf uns. Trotz starker Müdigkeit ging es für die meisten von uns an dem selben Abend noch auf den Homecoming-Ball, welcher in den USA jedes Jahr im Herbst stattfindet. Zusammen wurde getanzt bis in die Nacht und so lernte man schon am ersten Abend nicht nur den eigenen Austauschpartner, sondern auch gleich die der anderen gut kennen.

Der folgende Tag war ein Sonntag, also konnten wir ausschlafen und später mit unseren Familien und Austauschschülern etwas unternehmen. Einige Schüler waren schon so gespannt auf die Innenstadt, dass sie gleich mit ihren Gastfamilien nach Chicago City fuhren. Für die anderen ging es entweder zu einem Fußball-Turnier des Austauschpartners oder in einer der drei großen Malls shoppen.

Nachdem wir den Montag – einen Feiertag – auch noch mit der Gastfamilie verbracht hatten, ging es in der folgenden Woche für alle in die Innenstadt. Trotz des Regens und der Kälte bot die Bootstour auf dem Chicago River einen atemberaubenden Blick auf die Skyline von Chicago. Das Field Museum und das Mexican Museum waren eine schöne Abwechslung zu den langen Märschen durch Chicago bei dem schlechten Wetter, die teilweise nur mit einem heißen Kaffee von Starbucks zu überstehen waren. Neben geschichtlichen Ausstellungen und ganz vielen ausgestopften Tieren, die hinter der Glasscheibe wirkten, als würden sie einem mit ihren Augen durch den Saal folgen, konnte man auch Schmuck, Edelsteine und noch vieles mehr im Field Museum entdecken. Und dann gab es da auch noch „Sue“ – den größten, am besten erhaltenen und vollständigsten Tyrannosaurus Rex, der je gefunden wurde.

Gegen Ende der ersten Woche besserte sich das Wetter und wir hatten viel Spaß bei der Fahrradtour entlang des Lake Michigan.

Nach dem zweiten Wochenende in der Familie ging es mit abwechslungsreichem Programm weiter: Im Art Institute lernten wir die unterschiedlichsten Kunstformen und deren wichtigste Vertreter kennen und am nächsten Tag verfolgten wir eine wirklich spannende und sehr emotionsgeladene Gerichtsverhandlung im Gericht von Chicago. Natürlich waren wir auch auf dem Shydeck des Willis Tower und genossen den atemberaubenden Blick.

Am Ende der Woche besuchten wir noch zwei weitere Museen, eines zu der Geschichte der Deutschen in Chicago und ein anderes über die Geschichte des Stadtteils Park Ridge, in dem die meisten von uns bei ihren Gastfamilien wohnten. Um das Programm möglichst abwechslungsreich zu gestalten, hatten wir viel Freizeit in Chicago, um uns ohne die Lehrer nochmal ein eigenes Bild von dieser riesigen und lebendigen Großstadt zu machen.

Am letzten Tag ging es dann mit unseren Austauschpartnern wie schon einmal in der ersten Woche in die Schule. Der Stundenplan für die Schüler dort ist jeden Tag der gleiche und die Schüler müssen teilweise schon um 7:20 Uhr an der Schule sein, um nicht zu spät zur ersten Stunde zu kommen.

Der Abschied an dem Samstag fiel den meisten sehr schwer. Nachdem wir zwei Wochen in einer Familie gelebt hatten, als wäre es die eigene, hatte man einfach alle so lieb gewonnen, dass bei vielen die Tränen am Flughafen gar nicht aufhören wollten zu fließen. Doch als wir dann alle im Flugzeug saßen und realisierten, dass es wieder nach Hause zu den eigenen Eltern und Geschwistern ging, besiegte die Vorfreude doch noch die Traurigkeit darüber, Chicago schon jetzt wieder verlassen zu müssen.

Im Nachhinein lässt sich die Fahrt nach Chicago als eine der besten, die wir alle je in der Schulzeit hatten, festhalten. Und die Zeit bis die Austauschschüler aus Chicago nach Deutschland kommen wird auch immer kürzer. Also eines kann man sagen: Wir sind schon jetzt sehr gespannt, wie unseren Austauschpartnern Deutschland gefallen wird.

Zum Abschluss möchten wir ein großes Dankeschön nach Chicago an Frau Wolf, die amerikanische Deutschlehrerin, schicken, ohne die dieser Austausch gar nicht möglich gewesen wäre. Außerdem danken wir den drei deutschen Lehrkräften: Frau Tautz, die sich immer sehr engagiert um alles gekümmert hat, und Herrn Ortmanns und Herrn Brenner, die sehr gut auf uns aufgepasst haben, sodass keiner in Chicago verloren ging.