Sonnige Tage in Griechenland

Die Griechenlandfahrt in den Herbstferien 2014!

Hunderte von Kilometern vom warmen Griechenland entfernt stehen Schüler und Schülerinnen der Oberstufe sowie unsere Tourleitung Herr Nowotny und Frau Menges am Bus und warten darauf, dass die Fahrt endlich losgeht. Das Gepäck ist verladen, alle sind (trotz Berlinfahrt der Q3 bis zum Tag davor) vollständig erschienen – los geht ’s! Nach einigen Stunden erreichen wir das italienische Ancona und von dort geht es schließlich auf die Fähre nach Patras.

Es scheint schon hier die Sonne, die Fähre wird ausgiebig erkundet und bald schon lässtman sich nach langen Planungen und Vorbereitungen im Bus zu ersten Werwolf-Runden auf diversen geblümten Kuscheldecken nieder. Am nächsten Morgen wird bei Sonnenschein und von Seeluft umweht an Deck gefrühstückt, bevor wir uns bereit machen für die Weiterfahrt und unseren ersten Stopp auf griechischem Boden – Delphi!

Lange Fahrt ans Ziel? Es lohnt sich! Wir erhalten einen spektakulären Ausblick auf Olivenhaine, jahrtausendealte Steine und den Nabel der Welt. Vor allem gibt es später Essen und einen Einblick in das aufregende Nachtleben des nicht ganz großstädtischen Delphi.

Lustig geht es auch am nächsten Tag weiter: Bei herrlich sonnigem Wetter werden Delphis antike Bauwerke und Tempel weiter bestaunt, während wir auf unserem Weg vorbei an beeindruckender Baukunst jeder Menge Katzen begegnen und Referaten des Griechischkurses von Frau Menges lauschen. Gegen Nachmittag werden wir von unserem ortskundigen und netten Busfahrer nach Athen gebracht. Ein wenig unsicher sind manche schon, nach Warnungen, dass wir auf unsere Taschen gut aufpassen sollen, doch galant von unserem Reiseleiter und Busfahrer bei einer Nachtwanderung durch Athen entführt, genießen wir doch das Flair der Stadt, genehmigen uns das erste Eis auf griechischem Boden und freuen uns auf ein weiteres von unseren Lehrern versprochenes!

Am nächsten Morgen dann besteigen wir tapfer und motiviert bei Temperaturen des Hochsommers in Deutschland die Akropolis. Oben angekommen erstreckt sich zunächst ein unglaublicher Blick über das weiße Häusermeer Athens bis hin zu weit entfernten bewaldeten Bergen und dem Meer. Der Parthenon-Tempel der Athene wird rundum begutachtet und bestaunt bevor wir den Abstieg beginnen und über einen kurzen Besuch in Korinth auf unser nächstes lang erwartetes nächstes Etappenziel zusteuern: Tolo!

Sofort nach der Ankunft im in einer wunderschönen kleinen Bucht gelegenen Badeort Tolo machen sich Grüppchen auf, um den Strand und das kleine Örtchen zu erkunden. Ein kleiner steinerner Steg mit Ausblick auf eine in der Bucht liegende mysteriöse Insel wird zum Treffpunkt der Tolo – Begeisterten… aber was auf dem Steg passiert, bleibt auf dem Steg. Der nächste Tag steht im Zeichen von Mykene, einst unter der Herrschaft Agamemnons und dem antiken Theater von Epidauros. Wir testen dort die Akustik, befinden diese ebenfalls als sehr gut und machen uns auf zu unserem letzten Aufenthaltsort, bevor es wieder auf die Fähre nach Hause geht – Olympia. Einen Besuch in der Hafenstadt Nauplia lassen wir uns – trotz regnerischen Wetters – vorher natürlich nicht entgehen ebenso wenig wie die Besichtigung der Museen allerorten. Eine besondere Anziehungskraft scheint zudem unser Grüppchen in diesen Tagen auf die griechischen Hunde auszuüben, die sich uns sowohl in Nauplia als auch in Olympia auf Schritt und Tritt anschließen. Bleibt natürlich noch ein letztes must-do: Ein Wettrennen auf der olympischen Rennbahn (ja, genau da, wo einmal die olympischen Spiele ausgetragen wurden). Sieger ist ein stolzer Börgers!

Die letzte Nacht auf griechischem Boden naht, am nächsten Morgen begeben wir uns auf die Heimreise. Es geht wieder auf die Fähre, die Fähre bringt uns nach Ancona, schon sitzen wir im Bus mit nur noch Stunden vor uns bis zum Ende unserer Reise. Die kann man natürlich nicht einfach so absitzen ohne zumindest einmal die Fernseher an Bord des Busses getestet zu haben, also vertreibt man sich die Zeit mit Batman, aber auch in Unterhaltungen mit neuen Freunden, die man inzwischen gefunden hat und langsam dann rollt der Bus nach Wiesbaden ein, man verabschiedet sich und geht mit schönen Erinnerungen im Kopf erst einmal schlafen!

Reisebericht von Stella Thielmann, Q2