Slalom – Selbstfindung auf Umwegen

Lesung der Autorin Sabine Huttel aus ihrem Erzählbund „Slalom“ in der Diltheyschule am 2. November 2011

In der dritten und vierten Schulstunde war der zehnte Jahrgang dazu eingeladen, an der Lesung der Autorin Sabine Huttel aus ihrem zweiten Buch „Slalom“ teilzunehmen.

Das Buch beinhaltet sieben Kurzgeschichten, die von schwulen jungen Männern handeln, welche sich selbst unter erschwerten Bedingungen finden müssen und den Stress im Alltag meistern müssen. Jede Erzählung hat ihre eigene Hauptperson, die ihre eigene Geschichte erzählt. So beschreibt jede ein anderes Problemfeld, wie zum Beispiel die Frage, wie man es denn jetzt seinen Eltern möglichst schonend beibringt, dass man schwul ist. Dabei spricht das Buch aber nicht nur homosexuelle sondern eigentlich jeden Jugendlichen an, da wir alle mit den selben Problemen in Sachen Liebe, Freundschaft und dem Erwachsenwerden zu kämpfen haben.

Sabine Huttel las zwei ihrer Kurzgeschichten, die wirklich schön und spannend geschrieben sind, auf eine angenehme Art und Weise vor. Anschließend hatten wir die Möglichkeit Fragen zu stellen, die sie uns bereitwillig und freundlich beantwortete. Wir erfuhren, dass das Schreiben ihres Buches mit sehr viel Aufwand verbunden war, da sie schon vorher eine Menge recherchieren und viele Interviews führen musste. Auch erzählte sie, dass einige Begebenheiten in ihren Geschichten auf wahren Ereignissen basieren, was ihr Buch noch interessanter und realistischer macht.

Uns gefiel die Lesung sehr gut, da Sabine Huttel das Talent hat schön vorzulesen und es so nicht langweilig war, sondern man im Gegenteil schnell erfahren wollte, wie die Geschichte weitergeht und sie so interessiert mitverfolgen konnte. Auch die anschließende Fragerunde war sehr aufschlussreich, da sie sich für jede einzelne Frage genug Zeit genommen hat und sich bemühte sie zu unserer vollsten Zufriedenheit zu beantworten.

Außerdem fanden wir es gut, dass das Thema in Form einer Lesung mit uns besprochen wurde, weil wir es nicht passend für den Unterricht finden. Dies ist nämlich keine Sache, die in einen Atemzug mit Kurzgeschichten oder Rhetorik zu bringen ist. Generell ist es gut, dass das Thema an Schulen behandelt wird, da es wichtig ist damit tolerant umzugehen und jeden zu respektieren, wie er ist, auch wenn es jetzt speziell an unserer Schule damit keine Probleme gibt.

Sabine Burckhardt und Nathalie Rebenstock 10b