Erste-Hilfe-Kurs der Klasse 9b

Die Klasse 9b hatte an zwei Tagen (25. und 26. Juni 2013) die Möglichkeit, an einem Erste- Hilfe-Kurs teilzunehmen. Geleitet wurde dieser Kurs von Franz Herner vom Malteser Hilfsdienst Kiedrich und Herrn Dr. Pschorn, welcher den Schulsanitätsdienst an unserer Schule ausrichtet. Nachdem Herr Herner sich und seine an diesen Tagen anwesenden Helfer vorgestellt hatte, begannen wir mit dem theoretischen Unterricht. Gespannt wurde zugehört als über die grundlegenden Dinge wie Notruf abhalten, stabile Seitenlage und Verletzungsarten geredet wurde. Nach einer kurzen Pause wurde die Klasse schließlich in zwei Gruppen geteilt, um das praktische Üben effektiver zu gestalten.

Witzig wurde es, als es daran ging, seine Klassenkameraden in die stabile Seitenlage zu bringen und fiktive Notrufe abzuhalten. Auf einmal befand man sich nicht mehr in der Diltheyschule, sondern musste in Gedanken einen verletzten Passanten in der Wiesbadener Innenstadt versorgen. Zusätzlich dazu wurde noch erklärt und praktisch geübt, wie man eine Wärmedecke anlegt, verletzten Motorradfahrern den Helm richtig abzieht und außerdem einige Griffe gezeigt, mit denen man Menschen, welche sich nicht bewegen können, aus einer Gefahrensituation tragen könnte. Der Lieblingspart vieler war schließlich das Wiederbeleben des Dummys „Alfred“. Ihm sollte eine Herzmassage verpasst werden sowie eine Mund-zu-Mund-Beatmung. Ob „Alfred“ bei den ersten zaghaften Herzmassagen überlebt hätte, ist fraglich, doch nach einiger Zeit hatten alle den Dreh raus. Nach anschließender Nachbesprechung konnten wir nach Hause gehen, mit dem Versprechen, am nächsten Tag zu lernen, wie man mit dem Defibrillator umgeht.

Der nächste Tag war ähnlich aufgebaut. Zuerst Theorie, dann Praxis. Diesmal wurde über Allergien, epileptische Anfälle, Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie Asthma gesprochen, welche Symptome gezeigt werden und wie man weiter vorgeht. Dann wurde uns ein Übungsdefibrillator zur Verfügung gestellt und gezeigt, wie man jenen verwendet. Zur allgemeinen Enttäuschung war kein Strom darauf. Doch auch ohne Strom konnte man einiges lernen. Nachdem wir wieder in Gruppen aufgeteilt wurden, ging es ans Mumifizieren. Also nicht wirklich, allerdings schienen manche die Aufgabenstellung so zu verstehen. Es wurden Verbände und Dreieckstücher um fiktive Wunden gewickelt und Gesichter auf Pflaster gemalt. Ein kleines Päckchen mit Verbänden gab es dazu geschenkt. Zum Abschluss des Kurses wurden drei Schülern Wunden oder ein blasses Gesicht geschminkt. Diese Schüler verteilten sich im Treppenhaus und die restlichen der Gruppe mussten sie aufspüren und den jeweiligen Verletzungen nach versorgen. Als die Aufregung darüber verklungen war und alle wieder beisammen saßen, wurden Broschüren zur Ersten Hilfe ausgeteilt. Diese sind sehr nützlich und auch im Alltag bei Notfällen gut zu gebrauchen.

Zum Abschluss wurden die Zertifikate ausgeteilt und schon war der Kurs vorüber.

Ich denke, jeder hat etwas aus diesem Kurs mitgenommen und ist nun auch bereit, im Notfall Erste Hilfe zu leisten.

Ein herzlicher Dank gilt dem Maltester Hilfsdienst Kiedrich und Herrn Dr. Pschorn.

Caroline Mangelsdorf