Deutschintensivklasse an der Diltheyschule

Seit dem 11.01.2016 hat die Diltheyschule eine Deutschintensivklasse eingerichtet.

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Unterricht in der DIKLA 1

Die Schülerinnen und Schüler sind zwischen 10 und 17 Jahren alt und kommen aus acht verschiedenen Ländern.

In der Dikla lernen die Schülerinnen und Schüler Deutsch, damit sie, wenn es ihre Deutschkenntnisse zulassen, nach ihren individuellen Voraussetzungen in den Regelunterricht integriert werden können.

Trotz der sprachlichen und kulturellen Unterschiede hat sich, unter der Leitung von Frau Kohl, Frau Kaiser und Frau Villani, eine offene, fröhliche und konstruktive Klassengemeinschaft gebildet, die sich gegenseitig ausgezeichnet unterstützt. Die Kinder und Jugendlichen sind engagiert, kommen gerne und mit viel Freude an unsere Schule. Sie machen große Fortschritte in der deutschen Sprache.

Nach und nach werden die Schülerinnen und Schüler ihrem Alter entsprechend in kleinen Gruppen in den Fächern Musik, Kunst und Sport in die Regelklassen integriert.

Mittlerweile haben sie schon viele Kontakte zu anderen Schülerinnen und Schüler der Diltheyschule knüpfen können.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen Mitgliedern der Dilthey-Schulgemeinde für den freundlichen Empfang bedanken, insbesondere auch bei den Schülerinnen und Schülern, die immer wieder tatkräftig als Dolmetscher zur Verfügung stehen und bei den Kolleginnen und Kollegen, die ihre Bereitschaft zeigen, ihren Unterricht für Schülerinnen und Schüler der Dikla zu öffnen.

Für die finanzielle Unterstützung der Deutschintensivklasse möchten wir uns recht herzlich bei der Wiesbadener und Berliner Freimaurer Loge, hier besonders bei Herrn Börgers und Herrn Dr. Roth-Kleyer, bedanken.

Nach den Sommerferien 2016 richteten wir an unserer Schule eine weitere Intensivklasse ein, sodass wir insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler in den beiden Intensivklassen unterrichteten.

Die Kinder und Jugendlichen kommen aus Afghanistan, Syrien, Rumänien, Pakistan, Türkei, Italien, Spanien, Bulgarien, Irak, Polen und Vietnam.

Trotz dieser oder gerade wegen dieser Heterogenität arbeiten die Lernenden gut zusammen, profitieren voneinander und machen gute Fortschritte im Erlernen der deutschen Sprache und Kultur.

Nach den Herbstferien 2016 konnten alle Schülerinnen und Schüler in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen an dem Unterricht unserer Regelklassen teilnehmen. Sie wurden ihrem Alter entsprechend meist zu zweit von einer Klasse aufgenommen und konnten so den Alltag eines Regelschülers erleben. Spannend war dies vor allem, weil die Intensivklassen-Schülerinnen und Schüler somit an dem Unterricht in allen Fächern partizipiert haben.

In dieser Zeit waren die Fortschritte einiger Kinder und Jugendlicher so groß, dass wir ihnen den Verbleib in der Regelklasse bis zum Halbjahr ermöglicht haben. Mittlerweile haben sich sechs der Schülerinnen und Schüler so gut integriert und ihr Arbeits- sowie ihr Sozialverhalten sind vorbildlich, weshalb sie seit Beginn des 2. Halbjahres reguläre Schüler unserer Schule sind. Ihre positive Entwicklung in allen Bereichen bestätigt unsere Entscheidung.

Eine Schülerin ist hier besonders hervorzuheben, da es ihr gelungen ist, Klassenbeste zu werden.

Was jedoch den Erfolg und die Anstrengungen der anderen ehemaligen Intensivklassenschüler nicht schmälern soll, denn jede/r von ihnen leistet enorm viel und es ist bewundernswert, wie sie all dies – vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Geschichte – meistern.

Darüber hinaus freuen wir uns auch sehr über die Aufnahme ehemaliger Intensivklassen-Schülerinnen und Schüler anderer Schulen, die wir ebenfalls seit dem letzten Schuljahr in unseren Regelklassen beschulen; mittlerweile haben einige von ihnen die E-Phase erreicht.

Dies alles ist allerdings nur möglich, weil die Kolleginnen und Kollegen, die diese Schülerinnen und Schüler unterrichten – sei es in den Intensivklassen oder den Regelklassen – bereit sind, sich dieser besonderen Herausforderung zu stellen und hierbei hervorragende Arbeit leisten, indem sie die Kinder und Jugendlichen unterstützen und ein hohes Maß an Empathie und Verständnis für sie mitbringen.

Mit Beginn des Schuljahres 2017/18 unterrichten wir wieder nur eine Intensivklasse an unserer Schule. Viele unserer Intensivklassenschüler wurden über ein Jahr im Rahmen einer Deutsch-Fördermaßnahme an unserer Schule unterrichtet. Mit Beendigung dieser intensiven Deutschförderung haben diese Kinder und Jugendlichen auch unsere Schule verlassen und haben einen Schulplatz an einer Schule in einem anderen Schulzweig (Förderschule, Haupt- und Realschule oder Gesamtschule) bekommen. In dieser verbleibenden Intensivklasse sind derzeit 16 Schülerinnen und Schüler, die mindestens bis zum Halbjahr an unserer Schule beschult werden.

Damit gehören wir zu einem von zwei Gymnasien in Wiesbaden, die nach wie vor eine Intensivklasse unterrichten.

Thekla Kohl (Klassenlehrerin)